[sumerisch zu.ab, gelesen ab.zu; akkadisch apsu, eblaitisch su.ab]
ist eines der ältesten überlieferten Wörter für Wasser,
im sumerischen Schöpfungsmythos ein kosmischer Süßwasser-Ur-Ozean, der die Erde umgibt.
In unserer Geschichte ist es die Hauptfigur.
APSU ist ein transdisziplinäres Projekt, in dem Text, Bild und Musik unabhängig voneinander und gemeinsam die Geschichte eines Tropfen Wassers durch Zeiten, Orte und Aggregatzustände erzählen und dabei den Kreislauf und die Endlichkeit von Wasser auf unserem Planeten in den Mittelpunkt stellen.
Im Schöpfungsmythos des antiken Babylon steht apsu für frisches Wasser sowie einen "kosmischen Süßwasserozean". In der Produktion
APSU entsteht nun mit neuen, von Matthias Loibner verfassten Texten eine Geschichte. Diese hat allerdings keine lineare Handlung. Das Wasser erzählt gewissermaßen von sich selbst, den unterschiedlichen Aggregatzuständen, seiner Bedeutung für die Lebewesen, seiner Gefährdung. Wasser hat eine ganz eigene Vielfalt an Rhythmen, Melodien, ja sogar Akkorden.
Die ideale tönende Besetzung dazu gibt das Trio
Brot & Sterne, das seit gut einem Jahrzehnt zauberhafte Klangreisen unternimmt, seit es in puren Konzerten oder genreübergreifenden Projekten wie Hörbüchern oder dieser Uraufführung. Die sehr charakteristischen Klangkörper von Trompete und Drehleier werden durch behutsame Elektronik gleichsam in andere Sound-Welten transportiert. Die Perkussion steuert dazu viele leuchtende Farben bei.
Der in Berlin ansässige Video- und Medienkünstler Lillevan kann durchaus als vierter Musiker des Abends bezeichnet werden. Intensität und Struktur sind im wichtiger als eine Story oder eine Figur. Lillevan versteht seinen Beitrag als Instrument, das die akustischen Klänge weder bloß begleitet noch überdeckt, sondern ihnen als Partner zur Seite steht.
Albert Hosp
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